Lamahüterin. Wortknüpferin. Geschichtenerzählerin.

 
Foto: Si-yü Steuber | www.sirwen.ch

» … de mundo en mundo me voy
detrás de un colibrí,
detrás de otra canción …«
– Alejandro Filio, Colibrí

» … von Welt zu Welt gehe ich,
folge einem Kolibri
folge einem weiteren Lied …«

»Bücher sind unsere Seelen aus Papier. Aus Tinte. Darum ist Büchermachen gut, es ist Leben.«
–  Kondorkinder: Die Suche nach den Verlorenen Geschichten

Die Kurzfassung
Wohnhaft in einem Berliner Kondornest gemeinsam mit zahlreichen Plüsch-Alpakas, Notizbüchern und Teesorten, Kulturanthropologin und Altamerikanistin mit einer Vorliebe für inkaische Knotenschnüre und altmexikanische Götternamen, sprachenvernarrt, reiselustig, kaffeesüchtig, derzeit selbstständige Texterin und Übersetzerin, chronisch Fernwehkranke, Chaotin, Kinogängerin, Musikhörerin. In glücklicher Wochenendbeziehung mit dem ständig abwesenden Orientierungssinn.

»Geschichten sind wilde Tiere. Du kannst ihr Vertrauen gewinnen, aber du kannst sie nie ganz zähmen.«
–  Kondorkinder: Der Fluch des Spiegelbuches

Die Langfassung

Im Grunde war ich schon immer eine Grenzgängerin zwischen scheinbaren Gegensätzen und mit unzähmbarer Neugier für die jeweils andere Seite. Geboren 1986, aufgewachsen in Berlin im quasi bikulturellen Elternhaus zwischen Wiener Schmäh und Berliner Schnauze, gesegnet mit einem tschechischen Nachnamen, den ich mittlerweile wieder konsequent mit dem hübschen Häkchen (háček) über dem Z schreibe. Wie ein auffliegender Vogel sieht das aus, meinte eine liebe Freundin einmal zu mir, und was könnte besser passen?

Von Sprachen und Reisen

Rückblickend sind vielleicht die blühenden Mandelbäume Mallorcas schuld daran, dass ich unbedingt Spanisch lernen wollte. Vielleicht war es aber auch einfach Schicksal: Ich wollte Spanisch lernen und Punkt.
Entsprechend führe ich die intensivsten Affären meines Lebens eindeutig mit Sprachen und versuche, nach meinem stark peruanisierten Spanisch auch anständig Tschechisch zu lernen. Ein bisschen Quechua kann ich auch und behaupte, allein das hat mir damals die Stelle als studentische Hilfskraft im Hochschulrechenzentrum verschafft.

 

Meine Liebe zur spanischen Sprache hat mich schon früh auch zur Begeisterung für Lateinamerika geführt. Mittlerweile war ich allein siebenmal in Peru, wo ich diverse verrückte Sachen angestellt habe: in bestickter Tracht durch Andendörfer tanzen, in einer Quechua-Sprachschule Deutschunterricht auf Spanisch erteilen, in Reisebussen Vorträge über den Umweltschutz halten, nachts über unbeleuchtete Bahngleise wandern … und ja, Moment, ein Auslandssemester war auch irgendwann dabei.

Vom Studieren und Schuften

Studiert habe ich — unter anderem — Kulturanthropologie und Altamerikanistik in Berlin und Bonn. Studienfächer, die nicht nur mein Schreiben sehr beeinflusst haben: Für mich ist die Kulturanthropologie eine faszinierende wissenschaftliche Disziplin, weil sie einen lehrt, den eigenen Standpunkt, die eigene Wahrnehmung der Welt konsequent in Frage zu stellen und sich in zunächst fremd erscheinende Strukturen hineinzudenken. In der Altamerikanistik habe ich außerdem noch einiges zu historischen, archäologischen und gegenwartspolitischen Fragestellungen rund um die indigenen Völker Lateinamerikas gelernt. (Mit anderen Worten: Ich kann mit grenzdebilem Grinsen über Dokumenten aus dem 16. Jahrhundert brüten und zwischen den Zeilen eine neue Geschichte hervorwinken sehen.)

Mittlerweile habe ich mein Studium abgeschlossen und verdiene meine Brötchen sowie die ein oder andere Haferflocke als selbständige Texterin und Übersetzerin. Vorher habe ich Bewerbungen für Leute geschrieben, die nicht ich sind, und Anrufe für Firmen angenommen, in denen ich nicht arbeite. Ob ich daraus auch mal Bücher mache? Wer weiß …

Wenn ihr mehr über mich wissen wollt, seht euch auf meiner Seite um, studiert die FAQ oder schreibt mir einfach.